Satzung Tikala

1. Name, Sitz, Eintragung, Wirkungsgebiet

1.1 Der Verein trägt den Namen Tikala e.V. und wird in das Vereinsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Der Verein hat seinen Sitz in München.

1.2 Das Wirkungsgebiet des Vereins ist die Bundesrepublik Deutschland und die EU.

2. Zweck

2.1 Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Ziele im Sinne des Abschnitts steuerbegünstigte Zwecke aus der Abgabenordnung. Das sind im Einzelnen:

a. Die Förderung von Kunst und Kultur sowie der interkulturellen Verständigung und der internationalen Zusammenarbeit von Frauen.
Die Kommunikation zwischen Frauen unterschiedlicher Herkunft soll verbessert werden. Es soll daraufhin gewirkt werden, dass der zwischenmenschliche Kontakt tolerant, im gegenseitigen Respekt und ohne gesellschaftliche und individuelle Diskriminierungen stattfindet.
Xenophobe, gerontophobe, homophobe, rassistische und antisemitische Einstellungen sollen aufgedeckt und verändert werden. Dies geschieht durch Aktivitäten, die sich mit den individuellen und gesellschaftlichen Situationen von Frauen auseinandersetzen:

  • durch Information und Öffentlichkeitsarbeit durch Internetpräsenz, mittels Vorträge, Diskussionen und Seminare
  • durch kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte
  • durch Workshops unter Anleitung von Fachfrauen und Vertreterinnen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen
  • durch die Zusammenarbeit mit Vereinigungen und Verbänden vergleichbarer Zielsetzungen

b. Die Förderung der Kunst und Kultur von Frauen

  • durch das Organisieren von Ausstellungen und Musikveranstaltungen
  • durch das Schaffen von Austauschmöglichkeiten für Künstlerinnen und Organisation von Möglichkeiten künstlerischer Betätigung

c. Die Förderung des Sports von Frauen durch das Organisieren von:

  • Sportveranstaltungen
  • Selbstverteidigungskursen

d. Die Förderung von Wissenschaft und Forschung von Frauen

  • durch die Zusammenführung von Wissenschaftlerinnen aus der Frauenforschung, um Austauschmöglichkeiten zu schaffen
  • außerdem sollen die Forschungsprojekte und -ergebnisse der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden

    Der Verein wird im Rahmen seiner Möglichkeiten Forschungsprojekte der Mitfrauen unterstützen.

2.3 Der Verein ist parteipolitisch und weltanschaulich nicht gebunden.

2.4 Für die Erfüllung dieser satzungsmäßigen Zwecke sollen geeignete Mittel durch Beiträge, Spenden, Zuschüsse und sonstige Zuwendungen eingesetzt werden.

2.5 Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitfrauen erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

2.6 Es darf keine Person durch Ausgaben die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.


3. Das Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


4. Mitfrauschaft

4.1 Mitfrau kann jede Frau werden, die sich den Zielen des Vereins verbunden fühlt. Der Verein besteht aus stimmberechtigten aktiven Mitfrauen und nicht stimmberechtigten passiven Mitfrauen, sowie aus Ehrenmitfrauen. Aktive Mitfrauen sind die im Verein direkt mitarbeitenden Mitfrauen, passive Mitfrauen sind die Frauen, die sich zwar nicht aktiv innerhalb des Vereins betätigen, jedoch die Ziele und auch den Zweck des Vereins fördern und unterstützen. Alle passiven Mitfrauen können auf Antrag durch den Vorstand zu aktivem Mitfrauen aufgenommen werden. Zur Ehrenmitfrau werden Mitfrauen durch den Vorstand ernannt. Ehrenmitfrauen stimmberechtigt uns sie sind von der Beitragszahlung befreit.

4.2 Der Mitfrauenbeitrag wird vom Vorstand festgelegt. Der Vorstand kann auf Antrag die Mitfrauenbeiträge bei Nachweis von sozialen Härten teilweise erlassen.

4.3 Die Mitfrauschaft besteht, wenn die erste Beitragszahlung geleistet ist und der Vorstand positiv über die Aufnahme entschieden hat.


5. Erlöschen der Mitfrauschaft

5.1 Die Mitfrauschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod

Der Austritt aus dem Verein ist jederzeit zulässig. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einer Vorstandsfrau. Eine Mitfrau kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn ihr Verhalten in grober Weise gegen die Interessen des Vereins verstößt.

5.2 Ist eine Mitfrau mit mehr als 12 Monatsbeiträgen im Rückstand, so kann der Vorstand die Mitfrau nach vorheriger fruchtloser Mahnung mit sofortiger Wirkung aus dem Verein ausschließen.


6. Organe des Vereins

a. Die Mitfrauenversammlung

b. Der Vorstand


7. Mitfrauenversammlung

7.1 Der Vorstand hat eine Mitfrauenversammlung einzuberufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert oder wenn die Einberufung von mindestens der Hälfte der stimmberechtigten Vereinsmitfrauen dies schriftlich unter Angabe des Zwecks vom Vorstand verlangt.

7.2 Die Mitfrauen werden unter Einhaltung einer Einladungsfrist von zwei Wochen und mit Bekanntmachung der Tagesordnung schriftlich eingeladen. Satzungsänderungsanträge und Anträge zur Auflösung des Vereins müssen mit der Einladung verschickt werden.

7.3 Die Mitfrauenversammlung hat folgende Aufgaben:

Wahl des Vorstandes:

  • Entgegennahme des Jahres- und Kassenberichtes des Vorstandes und der Entlastung des Vorstandes und der Finanzverantwortlichen
  • Beschlussfassung über vorliegende Anträge
  • Satzungsänderungen
  • Auflösung des Vereins
  • Ausschlussverfahren von Mitfrauen
  • Festlegung und Änderung der Beitragsregelung

7.4 Die Mitfrauenversammlung ist immer beschlussfähig.

7.5 Die Mitfrauenversammlung wählt aus ihrer Mitte eine Versammlungsleitung.

7.6 Anträge und die Wahl des Vorstandes werden mit Stimmenmehrheit beschlossen.

7.7 Satzungsänderungen und Anträge über die Auflösung des Vereins werden mit 2/3 Mehrheit der Anwesenden beschlossen.

8. Vorstand

Der Vorstand setzt sich aus mindestens drei gleichberechtigten Vorsitzenden zusammen, darunter eine Finanzverantwortliche.

8.1.1 Der auf der Gründungsversammlung gewählte Vorstand bleibt bis zu seiner Demission im Amt. Ansonsten wird der Vorstand von der Mitfrauenversammlung gewählt.

8.1.2 Bei unplanmäßigem Ausscheiden von Mitfrauen des Vorstandes kann der Vorstand bis zur nächsten Mitfrauenversammlung Vereinsfrauen kommissarisch in den Vorstand berufen. Die Mitfrauen werden umgehend informiert.

8.1.3 Mindestens zwei Mitfrauen des Vorstandes vertreten den Verein gerichtlich und
außergerichtlich.

9. Beurkundung von Beschlüssen

9.1 Die Beschlüsse der Mitfrauenversammlung und des Vorstandes sind schriftlich abzufassen
und von der Sitzungsleiterin und der Protokollantin zu unterzeichnen.

9.1.1 Über jede Mitfrauenversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen und entsprechend Abs. 11.1. zu unterzeichnen.

10. Vereinsauflösung

10.1 Der Verein wird aufgelöst durch schriftliche Urabstimmung auf einer Mitfrauenversammlung. Die einfache Mehrheit der anwesenden Mitfrauen ist erforderlich.

10.2 Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Ver-
mögen des Vereins an den Verein Safia e.V. , der es unmittelbar und ausschliesslich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat. Stehen der Übertragung tatsächliche oder steuerliche Hindernisse entgegen, so fällt das Vermögen des Vereins einer anderen ausschliesslich von und für Frauen gegründeten Körperschaft des öffentlichen Rechts oder einer anderen steuerbegünstigten Körperschaft zu, deren Ziele weitgehend denen des Vereins entsprechen, es entscheidet die auflösende Mitfrauenversammlung. Das Vermögen muss zu steuerbegünstigten Zwecken verwendet werden.